Magdalenas und Jürgens kleine Imkerei

Bienenschwarm

Von April bis Juli ist Schwarmzeit.

Kleine Schwarmtraube an einem Ast
Kleine Schwarmtraube an einem Ast

Was tun?

Wenn Sie einen Bienenschwarm gesichtet haben:

  1. Freuen Sie sich an diesem nicht alltäglichen Naturschauspiel.
  2. Kontaktieren Sie uns am besten telefonisch. Wenn möglich, fangen wir die Bienen ein und holen sie am darauffolgenden Tag ab.
  3. Bewahren Sie die Ruhe. Die 15.000 bis 20.000 Bienen verursachen eine bedrohlich wirkende Geräuschkulisse und die schiere Masse an Bienen kann einschüchternd wirken. Aber: Die Bienen eines Schwarms sind die friedlichsten Bienen überhaupt. Von ihnen geht keinerlei Gefahr aus.
  4. Sollten wir nicht erreichbar sein, kontaktieren Sie den Imkerverein Markdorf (am besten telefonisch). In der Regel wird dann ein Imker aus Ihrer Nähe informiert und dieser klärt das weitere Vorgehen mit Ihnen ab.

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Warum schwärmen Bienen?

Das Schwärmen ist die natürliche Art der Honigbienen, sich zu vermehren. Die genauen Vorgänge rund um das Schwärmen sind komplex und Gegenstand aktueller wissenschaftlicher Forschung.

Sobald ein Bienenvolk im Frühjahr genügend Vorräte gesammelt hat und viel junge Bienen vor dem Schlüpfen stehen, verläßt die alte Königin mit ungefähr der Hälfte der Bienen den Stock. Das ist der Bienenschwarm. Die Bienen saugen sich dazu mit Honig voll, der als Vorrat für ca. drei Tage ausreicht. Der Schwarm sammelt sich zunächst in einer Traube. Von dort fliegen Kundschafterinnen aus und suchen eine neue, geeignete Behausung. Wenn sich die Bienen auf eine Behausung geeinigt haben, setzt sich der komplette Schwarm in Bewegung und zieht dort ein.

Im Bienenstock schlüpft in der Zwischenzeit eine junge Königin. Mit den Vorräten und den zurückgebliebenen sowie den noch schlüpfenden Bienen bildet sie von nun an eine eigene Volkseinheit.

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Warum sollten Schwärme gefangen werden?

Leider sterben ca. 80 % der unbemerkten Bienenschwärme.

Grund hierfür ist zum einen, daß in unserer Kulturlandschaft nur sehr wenige geeignete Behausungen (Baumhöhlen) zur Verfügung stehen. Errichten die Bienen ihre Waben direkt an einem Ast, sind sie Regen, Wind und Kälte schutzlos ausgesetzt. Zum anderen werden unbemerkte Schwärme nicht gegen die Varroamilbe behandelt. Spätestens im zweiten Jahr führt dies unweigerlich zum Zusammenbruch der Völker. Die restlichen Bienen versuchen in anderen Völkern unterzukommen und sorgen so für eine weitere Verbreitung der Varroamilbe.

Aus diesen Gründen ist es gute imkerliche Praxis, Schwärme möglichst zu vermeiden bzw. vorwegzunehmen.

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